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Gefügemodifizierung durch Bornitrid
Author(s) -
Bach Fr.W.,
Günther A.,
PhanTan T.,
Krüssel T.,
Wilk P.
Publication year - 2005
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.200400843
Subject(s) - metallurgy , magnesium , aluminium , chemistry , materials science , nitride , boron , boron nitride , nuclear chemistry , composite material , organic chemistry , layer (electronics)
Durch die Kornfeinung von Magnesiumlegierungen wird das Ziel einer Festigkeitssteigerung, einer verbesserten Umformbarkeit und einer erhöhten Korrosionsbeständigkeit verfolgt. Neben mechanischen Lösungswegen (Strangpressen etc.) besteht die Möglichkeit legierungstechnisch durch den Einsatz keimbildender Stoffe eine Kornfeinung zu erzielen. Neben dem Einsatz von Kalzium oder Seltenen Erden bietet Bornitrid eine kostengünstige Möglichkeit eine Kornfeinung für aluminiumhaltige Magnesiumlegierungen zu erzeugen. Die Kornfeinung beruht dabei auf der Reaktion des Bornitrids mit dem Aluminium in der Schmelze, durch welche das Bornitrid zersetzt wird und mit dem freiwerdenden Stickstoff zu Aluminiumnitrid reagiert, während sich das Bor mit Magnesium zu Magnesiumboriden verbindet. Bei beiden Produkten handelt es sich um hochschmelzende, in dieser Umgebung stabile Verbindungen, die als Kristallisationskeime wirken können. Die Zugabe des Bornitrid erfolgt in Form von Presslingen aus Bornitrid‐ und Aluminiumpulver, um den Kontakt mit Aluminium und daraus folgend die Reaktion zu verbessern. Desweiteren, da Bornitrid aufgrund der schlechten Benetzbarkeit mit metallischen Schmelzen auf dieser aufschwimmen würde.
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