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Aktivierungsenergie der wiederholten Karbidausscheidung in Stählen
Author(s) -
Hildebrand H.,
Heinzel G.,
Heger D.
Publication year - 1998
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19980290107
Subject(s) - philosophy , physics , polymer science , chemistry
Dispersionsgefüge in Stählen werden aus dem martensitischen Zustand durch wiederholte Ausscheidung und Vergröberung von M 3 C‐Partikeln (oder M 6 C) gebildet. Das Ausscheidungsstadium umfaßt gemäß r ∝ t 1/2 (r – Partikelradius, t – Zeit) die Keimbildung und das Wachstum einer Partikelgeneration und geht schon nach wenigen Minuten in die dominierende Vergröberung gemäß der OSTWALD‐Reifung r ∝ t 1/3 über. Die Vergröberung zuerst ausgeschiedener Partikelgenerationen überlagert sich mit der nachfolgenden Ausscheidung und Vergröberung weiterer Partikelgenerationen. Sie können mit Hilfe der Koerzitivfeldstärke, der unteren Streckgrenze, mit Gefügemittelwertsdaten rasterelektronenmikroskopischer Abbildungen des Dispersionsgefüges und durch Kleinlasthärteprüfungen nachgewiesen werden. Die auftretenden Ausscheidungsmaxima gestatten die Abschätzung der Aktivierungsenergie für die effektive Volumendiffusion in der α – Fe – Phase. Durch Einbeziehung der Elektronegativitätswerte (hier nach L. PAULING) wird die vorliegende kovalente Bindung der M 3 C‐Partikel berücksichtigt. Durch sie ergibt sich eine Zuordnung der abgeschätzten Aktivierungsenergie zu dem Hauptlegierungselement und darüber hinaus zur Gesamtzusammensetzung eines Stahles.

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