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Randzoneneigenschaften und Oberflächenausbildung geschliffener Aluminiumoxidkeramik
Author(s) -
Tönshoff H. K.,
Wobker H. G.,
Lierse T.
Publication year - 1996
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19960270704
Subject(s) - chemistry , physics
Die durch die Formgebung und das Sintern bedingten Maß‐ und Formabweichungen sowie die erzielbaren Oberflächengüten machen eine Nachbearbeitung keramischer Werkstoffe unumgänglich. Bei der Fein‐ und Endbearbeitung keramischer Bauteile wird in großem Umfang das spanende Fertigungsverfahren „Schleifen mit Diamant” eingesetzt. Bei der Bearbeitung werden die Oberflächenausbildung und die Randzoneneigenschaften keramischer Werkstoffe beeinflußt. Um Fertigungsprozesse bauteilgerecht auslegen zu können, müssen Erkenntnisse über die bei der Bearbeitung auftretenden Mechanismen des Materialabtrages und dem damit verbundenen Grad der Randzonenbeeinflussung vorliegen. Die Randzonen geschliffener Bauteile lassen sich durch Risse und Eigenspannungen charakterisieren. Bei der Schleifbearbeitung keramischer Werkstoffe bestimmen die Stellgrößen des Prozesses in entscheidendem Maße den Grad der Randzonenbeeinflussung. Den Einfluß der Schleifbearbeitung auf die Materialtrenn‐mechanismen, die Eigenspannungsausbildung wie Eigenspannungsgradienten sowie entstehende Rißpopulationen werden vorgestellt und diskutiert.