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Resorbierbarer Knochenersatz auf der Basis von Calciumphosphaten
Author(s) -
Berger G.,
Gildenhaar R.
Publication year - 1995
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19950260711
Subject(s) - chemistry , gynecology , medicine
Neben Hydroxylapatit (HAp) findet verstärkt auch Tricalciumphosphat (TCP) Anwendung als Knochenersatzmaterial. In der Literatur finden sich widersprüchliche Angaben zur Löslichkeit von TCP. Bedingt durch unterschiedliche Darstellungsverfahren ergeben sich verschiedenartige Materialbeschaffenheiten, die sich erst nach der Implantation durch ein differenziertes Resorptions‐verhalten dokumentieren (partikulärer Abbau, chemischer Lösungsprozeß). Zur Klärung derartiger Zusammenhänge in vitro wurden 2 Methoden zur Bestimmung des Lösungsverhaltens untersucht. Dafür wurden TCP‐Proben aus verschiedenen Rohstoffen dargestellt, nach unterschiedlichen Temperaturregimen behandelt und/oder einer Nachbehandlung mit Phosphorsäure unterzogen. Diese Materialien wurden vor allem mittels Röntgenpulverdiffraktometrie und Rasterelektronenmikroskopie charakterisiert. In anschließenden Löslichkeitsuntersuchungen wurden die optimalen Versuchsparameter (Lösungsmittel, Konzentration, Verhältnis Lösungsmittelmenge zur Lösungsoberfläche usw.) sowie geeignete Meßgrößen (Masseverlust, Ionenkonzentration) ermittelt. Die In‐vitro‐Löslichkeit erwies sich bei sorgfältiger Auswahl der Versuchsbedingungen als sehr wirkungsvolle Charakterisierungsmöglichkeit, die auf synthesebedingte chemische und morphologische Unterschiede sehr empfindlich reagiert.