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Oberflächenbehandlung nach spanender Formgebung durch ein einfaches Zusatzverfahren
Author(s) -
Wiesner Ch.,
Ilschner B.
Publication year - 1991
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19910221006
Subject(s) - gynecology , physics , chemistry , microbiology and biotechnology , medicine , biology
Um der Beeinträchtigung der Wechselfestigkeit von metallischen Bauteilen entgegenzuwirken, die durch spanende Bearbeitung ihrer Oberflächen bedingt ist, wird ein Verfahren der mechanischen Oberflächenbehandlung vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Hartmetallwerkzeug mit abgerundeten Kanten bei reduzierter Geschwindigkeit und mit optimiertem Anpreßdruck über die abgedrehte Oberfläche gezogen wird. Dieser Vorgang erfolgt in derselben Werkzeugmaschine, die zuvor zur spanenden Formgebung verwendet wurde. Zur Beurteilung der Wirksamkeit dieses Verfahrens wurde die Topographie der Oberfläche sowie wichtige Eigenschaften der Randschicht wie Mikrohärte, Eigenspannungen und röntgenographische Halbwertsbreite so untersucht, daß quantitative Tiefenprofile aufgestellt werden konnten. Es zeigt sich, daß durch das erwähnte Verfahren Druckspannungen in die Randschicht eingebracht werden, sowie teilweise eine Glättung der Oberfläche bewirkt wird. Die Auswirkung der Zusatzbehandlung auf die Wechselfestigkeit wurde an Rein‐Kupfer und an der Aluminiumlegierung AlCuMg2 in Ermüdungsversuchen ermittelt. Es konnte eine erhebliche Steigerung der Wechselfestigkeit (um 25 bis 50% bei 10 7 Zyklen) beobachtet werden. Die mit diesem Verfahren verbundenen fertigungstechnischen Vorteile werden erlätert.