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Einfluß von Kaltverformungen bis 10% auf das Kurzzeitschwingfestigkeitsverhalten des austenitischen Stahles X 10 CrNiTi 18 9 (1.4541)
Author(s) -
Sonsino C. M.,
Müller F.
Publication year - 1988
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19880191005
Subject(s) - physics , materials science , humanities , art
Bei einer Bemessung von örtlich elasto‐plastisch beanspruchten Bauteilen für eine kleine Anzahl von Schwingspielen (N < 50 000) müssen Eigenschaftsänderungen des Werkstoffes infolge von fertigungsbedingten Kaltverformungen oder betrieblichen Überlastungen berücksichtigt werden. Dehnungsgesteuerte Schwingfestigkeitsversuche mit ungekerbten Proben aus dem zyklisch verfestigenden Stahl X 10 CrNiTi 18 9 zeigen, daß im Bereich der Kurzzeitschwingfestigkeit kein nennenswerter Einfluß der Kaltverformung feststellbar ist. Bei lastgesteuerten Versuchen mit Kerbstäben hingegen wird bei gleicher Nennspannung eine mit steigender Kaltverformung zunehmende Erhöhung der Anrißlebensdauer beobachtet. Die Lebensdauererhöhung bei den lastgesteuerten Versuchen beruht auf der Abnahme der Kerbgrundbeanspruchung mit zunehmender Kaltverformung Wenn aber die Ergebnisse der lastgesteuerten Versuche über die jeweils bei halber Anrißschwingspielzahl vorliegenden örtlichen Dehnungen dargestellt werden, läßt sich das Schwingfestigkeitsverhalten für alle Werkstoffzustände, wie bei den dehnungsgesteuerten Versuchen, unabhängig vom Kaltverformungszustand durch die Wöhlerlinie des nicht kaltverformten Werkstoffzustandes wiedergeben.