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Wirkung von Oberflächenschutzmaßnahmen auf hochwarmfeste Gasturbinenwerkstoffe . Teil II: Beeinflussung des Gefüges
Author(s) -
Sachova E.,
Hougardy H. P.
Publication year - 1988
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19880191004
Subject(s) - chemistry , gynecology , medicine
Durch eine metallographische Untersuchung gebrochener Zeitstandproben konnten wesentliche Hinweise für die Ursachen unterschiedlichen Zeitstandverhaltens ermittelt werden. In den Fällen, in denen der Bruch unbeschichteter Proben durch Oxidation von der Oberfläche her eingeleitet worden ist, wird durch das Auftragen der Schutzschichten die Beanspruchungsdauer der Proben bis zum Bruch verlängert. In den Fällen, in denen der Bruch unbeschichteter Proben nicht durch Oxidation von der Oberfläche her eingeleitet wurde, ergibt sich kein Einfluß der Schutzschichten, bis auf die Proben einer Schmelze des Werkstoffes IN‐792, die mit einer Schutzschicht RT 22 beschichtet sind. Verbesserungen oder Verschlechterungen in den mechanischen Eigenschaften beschichteter Proben im Vergleich zu unbeschichteten ergeben sich insbesondere durch die mit oder nach der Beschichtung durchgeführten Wärmebehandlungen. Die durch die verwendeten Gußtechniken bedingte Ausrichtung der Dendriten sowie die Lage und Anordnung von Gußporen können einen wesentlichen Einfluß auf die Zeitstandfestigkeit und die Zeitbruchdehnung haben. Unterschiede in der Beanspruchungsdauer bis zu einer vorgegebenen Zeitdehngrenze um einen Faktor 2 konnten nicht immer mit den Ergebnissen aus den eingesetzten metallographischen Untersuchungsverfahren erklärt werden.