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Schwingfestigkeitssteigerung durch Festwalzen
Author(s) -
Kloos K. H.,
Adelmann J.
Publication year - 1988
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19880190103
Subject(s) - art , philosophy
Das Festwalzen weist nunmehr eine fast 60jährige Tradition auf und ist heute insbesondere in der Automobilindustrie fester Bestandteil zahlreicher Fertigungsprozesse. An der Entwicklung des Verfahrens hatte das Institut für Werkstoffkunde der TH Darmstadt großen Anteil. Nach einem kurzen historischen Rückblick wird die allgemeine Wirkungsweise einer mechanischen Randschichtverfestigung an einigen Beispielen diskutiert. Anschließend werden neue Versuchsergebnisse an duktilen Eisen‐Graphit‐Werkstoffen sowie an einem Einsatzstahl vorgestellt. Die an gekerbten Proben aus diesen Werkstoffen erreichten Schwingfestigkeitsgewinne übertreffen noch die in früheren Untersuchungen an Stahl beobachteten. Die Versuche zeigen aber auch, daß mechanisch randschichtverfestigte Teile offensichtlich keine echte Dauerschwingfestigkeit mehr aufweisen. Rißfortschrittsmessungen an gekerbten Gußproben ergaben, daß die Wachstumsgeschwindigkeit der im Kerbgrund induzierten Risse durch die Wirkung der Druckeigenspannungen extrem verringert wird, doch konnte kein wirklicher Rißstopp beobachtet werden.