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Druckversuch an Scheiben zur Prüfung der Wasserstoffversprödung von Metallen
Author(s) -
Speitling A.,
Vibrans G.
Publication year - 1985
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19850160605
Subject(s) - chemistry , physics
Eine Anlage für Beulversuche wird vorgestellt. Es werden an scheibenförmigen Proben die Berstdrücke unter Helium und unter Wasserstoff ermittelt. Der jeweilige Berstdruck wird als Funktion der Druckanstiegsgeschwindigkeit dargestellt. Dabei erhält man für die meisten Metalle ein deutliches Berstdruckminimum unter Wasserstoff. Seine Entstehung wird diskutiert. Als Maß für die Wasserstoffempfindlichkeit wird das Berstdruckverhältnis x = (P He /P H2 ) max angegeben. Untersucht wurde der Werkstoff 34 CrMo 4 im vergüteten sowie normalisierten und kaltverformten Zustand, ferner austenitischer Stahl, NE‐Metalle (V, Nb, Ta, Mo) und amorphe Metalle. Die Messungen bestätigen, daß der Beultest besonders einfach und zweckmäßig zum Nachweis der Wasserstoffversprödung ist. Selbst an Werkstoffen, die i. a. als wasserstoffbeständig gelten, läßt sich die Wirkung des H 2 nachweisen. So ergab sich an austenitischem CrNi‐Stahl ein Wert von x = 1,5. Die stärkste Versprödung zeigte das amorphe Metall Vitrovac 0040 mit x = 9,8.