Premium
Lochkorrosion durch Flußmittel an Kupferrohren in der Trinkwasserinstallation
Author(s) -
Seyfarth R.,
Steuernagel G.,
Blümmel G.
Publication year - 1981
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19810121107
Subject(s) - gynecology , philosophy , medicine
Die häufigste zum Versagen von Kupferrohren in der Trinkwasserinstallation führende Korrosionsart ist die Lochkorrosion. Als schadensauslösend werden dabei in der Literatur die beim Weichglühen der Rohre gecrackten Ziehmittelreste (Kohlenstoffbeläge der Rohrinnenwandungen) und Rückstände von chloridhaltigen Weichlöt‐Fluß‐mitteln angesehen. Eigene Untersuchungen von Schadensfällen an Kupferrohren der Trinkwasserinstallation zeigen, daß die Ursache, welche zum Versagen der Rohre führt, meistens nicht gecrackte Ziehmittelreste oder eingeflossenes Flußmittel, sondern gecrackte Flußmittel sind. Diese gelangen, auf unterschiedlichste Art und Weise, in das Rohrinnere und werden beim Einwirken der Löttemperatur gecrackt. Da ein so eingeleiteter Korrosionsangriff oftmals erst in relativ weiter Entfernung von der Lötstelle zum Durchbruch führt (Kondensatzone), werden meist andere Schadensursachen (z. B. gecrackte Ziehmittelreste) vorgetäuscht.