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Der Einfluß von Festigkeit und Druckeigenspannungen auf die Wechselfestigkeit von Stählen bei höheren Temperaturen
Author(s) -
Bahre K.
Publication year - 1978
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19780090705
Subject(s) - chemistry , gynecology , physics , medicine
Das Wechselfestigkeitsverhalten krz Stähle ist bei Raumtemperatur durch zwei Endzustände gekennzeichnet, die sich unterhalb zweier verschiedener Grenzwechselspannungen stationär einstellen: Unterhalb der einen können beliebig viele Lastwechsel ohne Anrißbildung, unterhalb der anderen ohne Rißfortschritt ertragen werden. Bei glatten Bauteilen bestimmt die erstere die Dauerfestigkeit und nimmt vor allem mit der Werkstoffhärte zu. Bei gekerbten Proben dagegen wird die Dauerhaltbarkeit durch die zum Rißfortschritt erforderliche Mindestwechselspannung bestimmt, die durch Druckeigenspannungen erheblich heraufgesetzt werden kann. – Bei höheren Temperaturen entstehen keine stabilen Endzustände mehr und es gibt keine Wechselamplituden, die nicht sowohl zum Anriß als auch zum Rißfortschritt bis zum Bruch führen. Beide Einflußgrößen Werkstoffestigkeit und Druckeigenspannungen sind abhängig von der Beanspruchungstemperatur, ihr Temperaturverlauf kann mit den Verfestigungsmechanismen nach Snoek und nach Cottrell bzw. aus dem unterschiedlichen Eigenspannungsabbau infolge temperaturveränderlicher Streckgrenzen erklärt werden.