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Werkstoffentwicklung im Triebwerkbau – Leitlinien und Versuch einer Priorisierung
Author(s) -
Eßlinger P.,
Huff H.
Publication year - 1976
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19760070504
Subject(s) - humanities , physics , philosophy
Die werkstofftechnische Entwicklung im Triebwerkbau zielt auf (a) die Entwicklung funktionsfähiger Komponenten aus neuen Werkstoffen, (b) quantitative Ermittlung des Werkstoffverhaltens für die sichere Auslegung der Triebwerke, (c) die quantitative Ermittlung des Einflusses von Werkstoffehlern und (d) die Sicherstellung einer gleichbleibenden Qualität. Um die große Zahl der denkbaren Einzelthemen im Sinne einer Priorisierung bewerten zu können, werden zunächst drei Themengruppen unterschieden und näher beschrieben, wobei als unterscheidendes Merkmal der Entwicklungsstand der Triebwerke eingeführt wurde, die für eine Anwendung in Frage kommen. (Eine vierte Themengruppe mit Themen allgemeiner Art wird nur kurz gestreift). Die Themengruppen unterscheiden sich in der Gewichtung, mit der allgemeine Entwicklungsziele wie höhere Gastemperatur, niedrigeres Gewicht, geringerer Preis, größere Zuverlässigkeit, längere Lebensdauer und Schwachstellenbeseitigung verfolgt werden. Innerhalb jeder Gruppe wird eine Priorisierung nach der (vereinfachten) Formel P = T · E · D durchgeführt, wobei die zusammengesetzte Größe T den technischen Fortschritt, E die Erfolgswahrscheinlichkeit und D die individuelle betriebliche Dringlichkeit repräsentieren. Eine auf diese Weise durchgeführte und priorisierte Mittelfristplanung von Werkstoffentwicklungsprogrammen kann als Basis sowohl für betriebsinterne Budgetplanung als auch für nationale und internationale Kooperation dienen.