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Untersuchungen über das Strangpressen kubisch‐flächenzentrierter Metalle. Teil II: Kraftbedarf und Kraftverteilung
Author(s) -
Krysko W. W.,
Lui M. W.
Publication year - 1970
Publication title -
materialwissenschaft und werkstofftechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.285
H-Index - 38
eISSN - 1521-4052
pISSN - 0933-5137
DOI - 10.1002/mawe.19700010304
Subject(s) - physics , gynecology , medicine
Das beim kontinuierlichen Strangpressen periodisch auftretende Ausstoßen von trockenen Oxiden ist auf rheologischer Basis erklärt worden. Bei der Anwendung des nach DIN vorgeschriebenen Gerätes zur Messung der Scherfestigkeit treten Fehlmessungen von 70% und mehr auf. Ein neues Gerät wurde konstruiert, um dieses zu vermeiden. Bestimmung der Scherfestigkeit von hochreinem Aluminium bei verschiedenen Temperaturen und Schergeschwindigkeiten und die Beziehung zum Verpressen bei ähnlichen Bedingungen wurden aufgestellt. Voraussage des Kraftbedarfes zum Verpressen neuentwickelter Legierungen aufgrund des Vergleiches der Scherfestigkeit dieser Legierungen mit der Scherfestigkeit verpressungsmäßig bekannter Legierungen ist möglich. Isothermische Vorwärtsverpressungs‐Untersuchungen von Aluminium in den Reduktionsgrenzen von R = 1,2 bis 300 sind beschrieben. Das lineare Verhältnis in doppelt‐logarithmischer Darstellung besteht nur zwischen R=4 bis R=40. Beim indirekten Verpressen wurde gefunden, daß auch unterhalb des Reduktionsverhältnisses R = 4 eine lineare Beziehung in einfach‐logarithmischer Darstellung besteht. Es wurde gefunden, daß‐beim indirekten Verpressen sich ebenfalls eine “dead metal zone” ausbildet, und dieses erklärt die Abweichung des Druckverlaufes von dem theoretischen Wert. Der Normaldruck auf die Rezipientenwand wurde an mehreren Stellen durch Seitenverpressung bei verschiedenen Temperaturen und Reduktionsverhältnissen bestimmt. In dem Gebiet 150° bis 170°C zeigen sich eigenartige Unstetigkeiten. Die Änderung des Normaldruckes als Funktion der Gechwindigkeitsänderung wurde in einer abgestuften Matrize untersucht. Es zeigte sich eine starke Abhängigkeit. Ein Gerät wurde entwickelt, um die temperaturbedingte Plastizität kubisch‐flächenzentrierter Metalle zu messen, und es zeigte sich, daß ein Maximum bei 90% der Schmelztemperatur in ∘K lag. Untersuchungen des Wirkungsgrades von Strangpressen zeigte, daß der radiale Scherkraftverbrauch bei kontinuierlicher Verpressung bei etwa 60% bis 77% liegt, während der Gesamtscherkraftverbrauch bei Kolbenpressen sich auf 94% bis 87% beläuft. Verpressungen in einem Kalorimeter ergaben nach mechanothermischen Umrechnungen, daß während des Verpressens 85%–94% der Kraft zur Deformationsarbeit verwandt wird.

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