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Beschichtungssysteme für Verbindungselemente in Kontakt mit Leichtmetallen
Author(s) -
Reinhold B.,
Strobl Ch.
Publication year - 1995
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19950461102
Subject(s) - physics , materials science , gynecology , chemistry , medicine
Kontaktkorrosion an Leichtmetallegierungen kann nur dann vermieden werden, wenn entsprechende Stahl‐Anbauteile einen elektrochemisch kompatiblen Schutz erhalten oder durch elektrisch isolierende Barriereschichten der Korrosionsstromkreis unterbrochen wird. Stromdichte‐Potential‐Kurven an chromatierten Zink‐Legierungsüberzugen führten zu dem Ergebnis, daß durch Zink‐Nickelüberzüge eine weitgehende elektrochemische Anpassung an das Ruhepotential warmaushartbarer Aluminiumlegierungen der Gattung AlMgSi möglich ist. Demgegenüber liegen die Ruhepotentiale chromatierter Systeme auf Basis ZnFe bzw. ZnCo bei zu negativen Werten, um Kontaktkorrosion am Aluminium zu vermeiden. In praxisrelevanten Korrosionstests an Verbindungselementen bestätigte sich dieses Ergebnis; außerdem erwiesen sich zink‐ und aluminiumhaltige Sintersysteme, die galvanische Verzinnung sowie ternäre Kompositbeschichtungen auf Basis ZnSnAl als kompatibel mit Legierungen der Gattung AlMgSi. Für Beschichtungselemente in Kontakt mit Magnesium ist mit isolierend wirksamen top coats ein befriedigender Kontaktkorrosionsschutz zu erzielen. Die Ergebnisse mit entsprechenden Duplexsystemen werden vorgestellt und Empfehlungen für Anwendungen in der Praxis abgeleitet.