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Einfluß der Kerbgeometrie auf das Dauerschwing‐ und Schwingungsrißkorrosionsverhalten des Duplexstahles X 2 CrNiMoN 22 5 3
Author(s) -
Vollmar J.,
Roeder E.
Publication year - 1994
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19940450703
Subject(s) - physics , chemistry
Das dynamische Verhalten des stickstofflegierten ferritischaustenitischen Stahles X 2 CrNiMoN 22 5 3 wird durch Variation der Probengeometrie in einem weiten Bereich des Kerbfaktors (α k = 1,0 bis 3,9) eingehend untersucht. Dazu werden für vier unterschiedliche Kerbformen jeweils reine Zug‐Schwell‐Versuche mit einer Prüffrequenz von 25 Hz an Luft und in neutraler 3%iger NaCl‐Lösung bei Raumtemperatur durchgeführt. An Luft beträgt die Dauerschwingfestigkeit ungekerbter Proben 490 N/mm 2 . Mit steigendem Kerbfaktor nimmt der Wert um maximal 42% bei α k = 3,9 ab. Bei zusätzlichem Korrosionsangriff liegen die für eine Grenzschwingspielzahl von 10 7 ermittelten Korrosionszeitschwingfestigkeiten nahezu unabhängig von der Probengeometrie jeweils um etwa 20% niedriger. Die berechneten Kerbwirkungszahlen für Versuche an Luft und in NaCl‐Lösung sind annähernd identisch. Versuchsbegleitende elektrochemische Messungen zeigen bei allen oberhalb der jeweiligen Korrosionsfestigkeit beanspruchten Proben einen dem Versagen vorausgehenden Steilabfall des freien Korrosionspotentials. Dieses typische Verhalten stellt ein Indiz für die Rißentstehung dar und kann zur Bruchvorankündigung genutzt werden. Die quantitative Auswertung der Potentialverläufe ergibt bei vergleichbarer Gesamtlebensdauer der Proben für höhere Kerbfaktoren deutlich längere Vorwarnzeiten.