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Mikrobielle Werkstoffzerstörung – Simulation, Schadensfälle und Gegenmaßnahmen: Mikrobielle Vielfalt auf Werkstoffen und Besiedelungswege
Author(s) -
Eckhardt Friedrich E. W.
Publication year - 1994
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19940450303
Subject(s) - microbiology and biotechnology , physics , chemistry , gynecology , biology , medicine
In dieser kurzen Übersicht wird aufgezeigt, daß Werkstoffe grundsätzlich auf ihrer Oberfläche und bei vorhandener (Mikro) Porosität auch Zentimeter tief mit verschiedensten Mikroorganismen (Bakterien, Pilzen, Algen) besiedelt sind. Eine Besiedelung anfänglich unkontaminierter Flächen–und ein „Nachimpfen” bereits besiedelter Stellen – erfolgt auf verschiedenste Weise durch Luft‐, Staub‐ und Regen‐Immissionen, aber auch durch Vögel, Insekten und andere Kontakte, u. U. über viele Kilometer hinweg. Ein Anwachsen der verschiedenartigen Mikroorganismen auf frischem Material sowie eine Zellvermehrung ganz allgemein auf und in Werkstoffen ist von einem passenden und ausreichenden Nährstoffangebot sowie von zuträglichen Milieubedingungen abhängig, besonders von genügend Feuchtigkeit. –Eine Schädigung (Verfärben, Korrosion usw.) wird meist nur von einigen dort siedelnden Mikroorganismenarten bewirkt; die „Begleitorganismen” können these allerdings in ihren Aktivitäten unterstützen. Voraussetzung für eine merkliche Schädigung von Werkstoffen ist, neben der spezifischen Eigenschaft zur Stoffveränderung, das Vorhandensein einer relativ großen Anzahl aktiver Zellen.