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Korrosion in Rauchgasen bei 1000 °C
Author(s) -
Jesper H.,
Schendler W.
Publication year - 1989
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19890400903
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry , materials science
Zur Verbesserung des Wirkungsgrades der Stromerzeugung mit Kohle als Primärenergie können kombinierte Gasturbinen‐Dampfturbinenprozesse dienen. Der Wirkungsgrad kann nochmals verbessert werden, wenn die Hochtemperaturwärme bei 1000 °C mit Hilfe von flüssigem Natrium aus dem Kessel ausgekoppelt wird. Hierbei treten jedoch sehr hohe Beanspruchungen der Kesselrohre auf. Neben der mechanischen ist insbesondere eine hohe Beanspruchung durch Hochtemperaturkorrosion zu erwarten. Es wurden deshalb hochlegierte Fe‐Ni‐Cr‐ sowie Ni‐Basislegierungen in synthetischen Rauchgasatmosphären bei 1000 °C bis zu 3000 h ausgelagert, um die Beständigkeit gegen Hochtemperaturkorrosion zu überprüfen. Die Untersuchungen zeigten, daß die meisten Werkstoffe eine ausreichende Beständigkeit gegen abtragende Korrosion aufweisen, jedoch wird bei einigen Werkstoffen eine starke innere Oxidation beobachtet. Diese Form der Hochtemperaturkorrosion tritt bevorzugt an solchen Werkstoffen auf, die hohe Konzentrationen an Mikrolegierungselementen wie z. B. Aluminium, Silizium usw. aufweisen. Dies sind Elemente, deren Oxide einen hohen negativen Wert der Freien Bildungsenthalpie besitzen.