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Ein neuer Weg zur Verbesserung der Korrosionsschutzschichten auf Stahl in Heißwasser
Author(s) -
Michel Frank,
Winkler Reinhart
Publication year - 1988
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19890390904
Subject(s) - gynecology , chemistry , philosophy , medicine
Die Heißwasserkorrosion von Stählen unterliegt der Selbsthemmung durch die Entstehung oxidischer Deckschichten. In Kühlkreisläufen von Druckwasserreaktoren ist die Restkorrosionsrate aber noch hoch genug, um radioaktive Korrosionsprodukte in einem betriebsstörenden Maße entstehen zu lassen. Die weitergehende Senkung der Korrosionsrate verlangt eine noch stärkere Hemmung des Transports von Reaktanten des Korrosionsprozesses durch die Deckschicht. Bei der näheren Untersuchung der bisher diskutierten Transportwege wurde die Dominanz der Diffusion durch wassergefüllte Poren erkannt. Es wird postuliert, daß die gesamte Oxidschicht nach einem Lösungs‐Fällungs‐Mechanismus entsteht, wobei als Poren die Lücken zwischen den sich bildenden Kristalliten definiert werden. Die Erhöhung des Korrosionsschutzwertes der Deckschicht ist nach alledem an die Verminderung ihrer Porosität gebunden. Dieses Ziel wird erreicht, wenn das Korrosionsmedium in der Anfangsphase der Schichtbildung Verbindungen von Titanium oder Zirkonium enthält, aus denen sich Oxidhydrate bilden und in subkolloidaler Verteilung auf der Werkstoffoberfläche abscheiden. Die damit bewirkte Behinderung des Wachstums der Oxidkristalle führt zur Bildung dünner amorph erscheinender Schichten mit verbesserten Schutzeigenschaften.