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Korrosionsschutzmaßnahmen bei erdverlegten Rohrleitungen und ihre Überwachung
Author(s) -
Schwenk W.
Publication year - 1988
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19890390903
Subject(s) - gynecology , physics , medicine
Der Korrosionsschutz erdverlegter Rohrleitungen besteht aus einer geeigneten Beschichtung und aus elektrochemischen Korrosionsschutzmaßnahmen. Der kathodische Korrosionsschutz gründet sich auf die Potentialabhängigkeit der Korrosionsgeschwindigkeit von Stahl in Wässern. Er ist theoretisch leicht verständlich. Praktische Probleme bereiten jedoch die Stromverteilung und Fragen der Kontrolle durch Potentialmessung. Eine wesentliche Voraussetzung für eine ausreichende Stromverteilung ist eine gute Beschichtung. Im Bereich von größeren Verletzungen können aber Störungen der Stromverteilung vorliegen, die je nach den Bodenverhältnissen bei einer üblichen Potentialmessung in Abständen von 1 bis 2 km unerkannt bleiben können. Für eine ausreichende Kontrolle wurde die Intensivmeßtechnik eingeführt. Hierbei werden in Abständen von etwa 5 m Rohr/Boden‐Potentiale und Potentialgradienten bei ein‐ und ausgeschaltetetem Schutzstrom gemessen und mit Rechner‐Unterstützung ausgewertet. Auf diese Weise lassen sich Bereiche größerer Verletzung und unzureichender Polarisation ermitteln. In besonderen Fällen, die durch große Elementströme bei Kontakt mit fremden Anlagenteilen oder durch Streuströme aus fremden Gleichstromquellen gekennzeichnet sind, bestehen Schwierigkeiten, das Potential frei von fremden Spannungsabfällen zu messen. Zur Kontrolle werden Meßproben eingesetzt, die Fehlstellen der Beschichtung des Schutzobjektes simulieren und deren Potential fehlerfrei mit Potentialsonden bestimmt wird. Diese Meßproben geben eine ausreichende Information über alle Fehlstellen der Beschichtung des Schutzobjektes, die kleiner sind als die Meßproben. Mit Hilfe der Intensivmeßtechnik und der Meßproben für die benannten Sonderfälle ist ein lückenloser Rohrleitungsschutz möglich. Lediglich bei einer Beeinflussung durch sehr hohe Wechselstromdichten sind Schwierigkeiten nicht auszuschließen. Hier sollten Schutzmaßnahmen durch Ableitung der Wechselströme ergriffen werden. Fragen werden aufgeworfen über mögliche Korrosionsgefahren im Bereich nichthaftender Beschichtung und über eine mögliche Gefährdung durch Spannungsrißkorrosion. Untersuchungen haben dazu gezeigt, daß bei normgerechtem Bau und Betrieb einer Rohrleitung die Korrosionsbeständigkeit nicht eingeschränkt ist.

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