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Zum Korrosionsverhalten nichtrostender austenitischer Chrom‐Nickel‐(Molybdän, Kupfer)‐Stähle in nahezu wasserfreier Essigsäure
Author(s) -
Leontaritis L.,
Horn E.M.
Publication year - 1988
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19880390702
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , polymer chemistry , nuclear chemistry
Schweißverbindungen und Schlaufenproben aus nichtrostenden austenitischen Chrom‐Nickel‐(Molybdän, Kupfer)‐Stählen wurden in geschlossenen Gefäßen in 99,5 bis 99,95%igen, < 1 bis 100 ppm Chlorid enthaltenden Essigsäuren bei 118°C (Siedetemperatur/Normaldruck) und bei 150°C ausgelagert. Die Beanspruchungsdauer betrug bis zu 246 d. Lochkorrosion – allerdings geringer Tiefe – war bereits bei überraschend geringen Chlorid‐Konzentrationen zu beobachten. Als lochkorrosionsbeständig erwiesen sich lediglich – die mit ca. 4,5% Molybdän legierten Werkstoffe 1.4439 und 1.4539 bei 118 und 150°C in 99,5%iger Essigsäure mit < 1 ppm Chlorid, – die Werkstoffe 1.4439 und 1.4539 bei 118°C in 99,9%iger Essigsäure mit < 1 ppm Chlorid sowie – der mit rd. 6% Molybdän legierte Sonderstahl X 2 CrNiMo‐CuN 20 18 6 bei 118 und 150°C in 99,5%iger Essigsäure mit 3 ppm Chlorid.An Schlaufenproben und geschliffenen Schweißverbindungen war in allen Konzentrationsbereichen keine Anfälligkeit gegenüber transkristalliner, chloridinduzierter Spannungrißkorrosion festzustellen. Bei Luftzutritt sind hohe Abtragungsraten zu erwarten; Lochkorrosion und abtragende Korrosion können sich unter diesen Bedingungen überlagern. Verunreinigung von Essigsäure mit Chloriden ist unbedingt zu vermeiden.