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Probleme der IR‐freien Potentialmessung in Gegenwart von Ausgleichsströmen
Author(s) -
Fischer W.,
Hildebrand H.,
Prinz W.,
Schwenk W.
Publication year - 1988
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19880390104
Subject(s) - physics , philosophy
Für die Überwachung des kathodischen Korrosionsschutzes von Rohrleitungen müssen die Potentiale möglichst frei von ohmschen Spannungsabfällen gemessen werden. Hierzu wird im allgemeinen die Ausschaltmethode angewendet. Dabei lassen sich aber nur die ohmschen Spannungsabfälle des Schutzstromes, nicht die von Element‐ oder Ausgleichsströmen eliminieren. Mit Hilfe von Modellbetrachtungen kann gezeigt werden, daß eine Berechnung der wahren Potentiale gelingt, wenn Ein‐ und Ausschaltwerte von Potentialen und Potentialgradienten auf der Erdoberfläche vorliegen. Dabei gehen aber mit einem großen Faktor Elektrodenfehler der Bezugselektroden ein. Praktische Beispiele zeigen, daß völlig unvernünftige Resultate erhalten werden können. Es werden mehrere Möglichkeiten aufgezeigt, die als Ursachen für Elektrodenfehler infrage kommen. Demnach sind Bezugselektroden‐Systeme mit KCl oder NH 4 NO 3 ‐Lösungen vorzuziehen. Weitere Fehlerursachen, die im wesentlichen auf bodenseitige Parameter zurückzuführen sind, bedürfen noch einer näheren Untersuchung.