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Änderungen der Struktur und der chemischen Zusammensetzung von Rohrwerkstoffen bei der Hochtemperaturpyrolyse
Author(s) -
Vyklický M.,
Tůma H.,
Kabický V.,
Roháačováa D.
Publication year - 1987
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19870380506
Subject(s) - chemistry
Änderungen in der Struktur und in der chemischen Zusammensetzung des Oberflächenbereichs von Radiationsrohren aus Cr25Ni35Nb‐Stahl für die Kohlenwasserstoffpyrolyse wurden nach langzeitigem Betrieb untersucht. Die schädigende Aufkohlung der Rohre trat nur dort auf, wo der anfänglich entstandene schützende Oxidfilm aus chromreichem M 2 O 3 ‐Oxid beschädigt war. Die Schädigung dieses Oxids wird meistens der Reduktion durch das Pyrolysemedium zugeschrieben. Während der vorliegenden Untersuchungen konnte eindeutig festgestellt werden, daß die Schädigung Folge von Oxidabplatzungen ist, verursacht durch innere Spannungen beim Wachstum des durch innere Oxidation und interkristalline Korrosion geschädigten Bereichs unterhalb des Oxidfilms. Bei nachfolgender Oxidation entsteht über dieser Zone das M 3 O 4 ‐Oxid mit niedrigerem Chromgehalt und deshalb schlechteren Schutzeigenschaften, was die Lebensdauer der Rohre ungünstig beeinflußte. Der geschädigte M 2 O 3 ‐Oxidfilm regeneriert sich nicht, da es während der anfäglichen M 2 O 3 ‐Bildung zu beträchtlichen Verarmungen an Chrom, Silizium und Mangan in den oberflächennahen Gebieten kommt, so daß sich kein neuer, schützender Oxidfilm mit hohem Chromgehalt nachbilden kann.