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Korrosion und Deckschichtaufbau von X5 CrTi 12, Werkst.‐Nr. 1.4512, bei Beanspruchung in Salpetersäure
Author(s) -
Horn E.M.,
Storp S.,
Holm R.
Publication year - 1986
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19860370203
Subject(s) - chemistry
In der Salpetersäureindustrie werden vorwiegend austenitische Chrom‐Nickel‐Stähle verwendet, da die nichtrostenden ferritischen Chrom‐Stähle schwieriger zu verarbeiten und in heißer Salpetersäure nicht ausreichend korrosionsbeständig sind. – In den letzten Jahren wurden für die Automobilindustrie in großem Umfang längsnahtgeschweißte Rohre aus X5 CrTi 12, Werkst.‐Nr. 1.4512, gefertigt. Wegen des günstigen Preises und der ausgeprägten Tempaturabhängigkeit der Korrosion metallischer Werkstoffe in Salpetersäure wurde geprüft, ob derartige Rohre zum Transport kalter bzw. nur mäßig warmer (unter)azeotroper Salpetersäure herangezogen werden können. – In azeotroper, oxidationsmittelfreier Salpetersäure ist bei 40°C mit Massenverlustraten < 0,01 g/(m 2 · h) bei vernachlässigbar geringem interkristallinem Angriff zu rechnen; Rohre aus X5 CrTi 12 sind somit unter diesen Bedingungen durchaus verwendbar. Die Rohroberflächen färben sich zunächst hellbraun und schließlich blauschwarz. Diese Farbeffekte werden nicht nur durch die Dicke der bei Salpetersäurebeaufschlagung gebildeten Deckschicht, sondern auch durch die tiefenabhängige Variation der Zusammensetzung der Schicht und die Eigenfärbung der Oxide bewirkt.