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Untersuchungen über den Einfluß des Gefügezustandes auf das Korrosionsverhalten hochlegierter, rost‐ und säurebeständiger Stähle in reiner sowie in chloridhaltiger Schwefelsäure
Author(s) -
Altpeter Edelgard,
Rockel Manfred B.
Publication year - 1983
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19830341004
Subject(s) - chemistry , polymer chemistry
Das Korrosionsverhalten der hochlegierten, rost‐ und säurebeständigen Stähle Werkstoffe Nr. 1.4439 (X3CrNiMoN17135), 1.4539 (X2NiCrMoCu25205), 1.4503 (X3NiCrMoCuTi2723) sowie der Bezugswerkstoffe Nr. 1.4571 (X10CrNiMoTi1810) und 2.4858 (NiCr21Mo) wurde in verdünnten Schwefelsäurelösungen (5, 10, 20 und 50% Schwefelsäure) bei 50, 100 and 150°C untersucht. Die Angriffsmittel enthielten zusätzlich Verunreinigungen von Chlorid‐ und Kupfer‐Ionen, deren Einfluß gleichfalls untersucht wurde. Werkstoffseitig wurde der Einfluß verschiedener Gefügezustände ermittelt: Lieferzustand, laboratoriumsmäßig geglühter sowie kaltverformter Zustand, ferner nach dem Elektroschlacke‐Umschmelzverfahren (ESU) behandelte Werkstoffe. Als Korrosionsprüfungen bzw. ‐untersuchungen dienten Tauchversuche nach DIN 50905 sowie Messungen von Strom‐Potential‐ und Ruhepotential‐Zeit‐Kurven. Trotz Anwesenheit von Chloriden wurde an keinem Stahl Lochfraß beobachtet. Bei einigen Stählen und Schwefelsäurekonzentrationen war die Korrosionsbeständigkeit bei Gegenwart von Chlorid‐Ionen in geringer Konzentration (500 ppm) verbessert. Nachglühungen sowie ESU‐Behandlung verbessern die Korrosionsbeständigkeit im allgemeinen nicht. Kaltverformung verschlechtert die Korrosionsbeständigkeit nur bei Werkstoff Nr. 1.4571. Bei Gegenwart von Kupfer‐Ionen in 20%iger Schwefelsäure passivieren sich alle untersuchten Stähle noch bei Temperaturen bis 100°C. Alle Stähle können daher unter diesen Bedingungen verwendet werden, sofern Kupfer‐Ionen in ausreichender Konzentration (2000 ppm) vorhanden sind. Ergebnisse der elektrochemischen Untersuchungen belegen den positiven Einfluß von Kupfer‐Ionen, die die Stähle in einen stabil passiven Zustand polarisieren. Kupferlegierte Stähle zeigten die höchste Korrosionsbeständigkeit.