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Der Einfluß von Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff und Kohlenmonoxid auf die Lochkorrosion von austenitischen Chrom‐Nickel‐Stählen mit bis zu 4 Massen‐% Molybdän in 1 M Natriumchlorid‐Lösung
Author(s) -
Herbsleb G.
Publication year - 1982
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19820330603
Subject(s) - chemistry
Die Aktivkorrosion von nichtrostendem Chrom‐Nickel‐Stahl X 5 CrNi 18 9 (Werkstoff Nr. 1.4301) in Schwefelsäure wird durch Schwefeldioxid sowie Schwefelwasserstoff stimuliert (Erweiterung des Potentialbereichs der Aktivkorrosion, Erhöhung der maximalen Korrosionsgeschwindigkeit im Aktivzustand und Erhöhung der Passivierungsstromdichte), durch Kohlenmonoxid aber inhibiert (Erniedrigung der maximalen Korrosionsgeschwindigkeit sowie der Passivierungsstromdichte). Es wird untersucht, ob gleichartige inhibierende und stimulierende Einflüsse auch bei der Lochkorrosion nichtrostender austenitischer Stähle mit Molybdängehalten von etwa Null (Werkstoff Nr. 1.4301) bis 4 Massen‐% (Werkstoff Nr. 1.4449) in 1 M Nairiumchlorid‐Lösung (Raumtemperatur), die mit den genannten Gasen gesättigt ist, wirksam sind. Das Lochkorrosionsverhalten der Werkstoffe wurde durch die Lage des Lochfraßpotentials, ermittelt durch potentiostatische Halteversuche (chronopotentiostatische Versuche), Versuchsdauer 24 h, beurteilt. Die gemessenen Lochfraßpotentiale werden mit denen verglichen, die in stickstoffdurchspülter 1 M Natriumchlorid‐Lösung erhalten wurden. Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Schwefelwasserstoff stimulieren die Lochkorrosion, die stimulierende Wirkung nimmt in der genannten Reihenfolge der Gase zu. Die Stimulation versagt lediglich in schwefeldioxidhaltiger Natriumchlorid‐Lösung bei sehr hohen Molybdängehalten. In allen übrigen Fällen nimmt die Stimulation der Lochkorrosion mit ansteigendem Molybdängehalt der Werkstoffe zu. In grober Näherung entsprechen die Grenzpotentiale der stabilen Lochkorrosion in 1 M Natriumchlorid‐Lösung in Gegenwart der untersuchten Spülgase denen der repassivierbaren Lochkorrosion an den Schnitt‐ oder Walzflächen von Blechproben, die in stickstoffdurchspülter Lösung gemessen wurden. Die in schwefeldioxidhaltiger Lösung möglichen Umwandlungsreaktionen von SO 2 werden erörtert. Die eigentlich stimulierende Komponente des Angriffsmittels erscheint unklar. Die stimulierende Wirkung von SO 2 bzw. eines Umwandlungsproduktes als auch die von H 2 S sind mit der Beeinflussung des Korrosionsverhaltens im Aktivzustand im Einklang. Die stimulierende Wirkung von CO widerspricht den Erwartungen und kann nicht gedeutet werden.

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