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Einfluß von Phosphaten und/oder Silikaten auf die durch Kupferionen ausgelöste Lochkorrosion in verzinkten Warmwasserrohren
Author(s) -
Stichel W.
Publication year - 1981
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19810320105
Subject(s) - gynecology , chemistry , physics , microbiology and biotechnology , medicine , biology
Anschließend an Untersuchungen zum kupferinduzierten Lochfraß in verzinkten Rohren sollte geprüft werden, ob mittels der gesetzlich für die Nachaufbereitung von Trinkwässern zugelassenen Inhibitoren Phosphat und/oder Silikat eine positive Beeinflussung dieser in Mischinstallationen auftretenden Korrosionserscheinungen möglich ist. Die Versuche sind in Berliner Leitungswasser bei 65°C in einer Umlaufapparatur über eine Laufzeit von zwei Jahren durchgeführt worden. Dosiert wurden o‐Phosphat, p‐Phosphat, Mischungen aus o/p‐Phosphat, zwei Silikate als Natronwasserglas sowie eine Mischung aus Silikat/Phosphat. Unter den gewählten Versuchsbedingungen wurde mit allen Inhibitoren eine Inhibition der Flächenkorrosion bei verzinktem Stahlrohr und Kupfer erzielt. Die besten Ergebnisse wurden mit Polyphosphat erreicht. Bei verzinktem Stahl und z. T. auch bei Kupfer bilden sich Schutzschichten erst nach 150–200 Tagen. Die kupferinduzierte Lochkorrosion wird zwar von den meisten Inhibitoren bezüglich Lochzahl und ‐tiefe günstig beeinflußt, eine vollständige Unterdrückung gelingt jedoch nur mit dem Gemisch Silikat/Phosphat. Orthophosphat hat die geringste Wirkung. Auch diese Arbeit zeigt die Bedeutung von Phasengrenzen wie Luft/Wasser/Rohr oder Ablagerungen/Wasser/Rohr als Keimbildner der Lochkorrosion. Inhibitoren und Calcium bilden auf der primären Deckschicht aus Zinkkorrosionsprodukten eine zweite, darüberliegende Schicht, deren Ausbildung für die Schutzwirkung des Inhibitors verantwortlich ist. Die Untersuchungen haben außerdem gezeigt, wie bedeutsam eine sachkundige und regelmäßige Wartung für die Funktionsfähigkeit einer Dosieranlage ist.