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Das Korrosionsverhalten von Eisen, Zink, Aluminium und Chromnickelstahl im System Methanol‐Wasser‐Chlorwasserstoff
Author(s) -
Hornsky Peter
Publication year - 1980
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19800310806
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry
Es wurde der Einfluss des Wassers auf das Korrosions‐verhalten von reinem Eisen, Zink, Aluminium und gewöhnlichem 18/9 CrNi‐Stahl in HCl‐haltigem Methanol untersucht. Die Aufnahme von potentiodynamischen Stromdichte‐Potential‐Kurven und die Immersionsversuche erfolgten bei 20°C und unter Ausschluss von Sauerstoff. Schon kleine Mengen Wasser können die Korrosionsgeschwindigkeit beträchtlich verringern. Die verringerten Korrosionsgeschwindigkeiten in wasserhaltigen Lösungen werden bei Eisen, Zink und CrNi‐Stahl durch größere Wasserstoff‐überspannung verursacht, welche sich zwischen 0 und 15 Vol. ‐% Wasser sprunghaft ändert. Am Eisen treten heterogene kathodische Reaktionsgrenzströme auf. Bei Aluminium vermindert sich die Korrosionsgeschwindigkeit infolge der gehemmten anodischen Teilreaktion. Bereits durch eine Zugabe von 5 Vol. ‐% Wasser verschiebt sich sein Lochfraßpotential um etwa 400 mV in positiver Richtung und die Korrosionsgeschwindigkeit nimmt um drei Zehnerpotenzen ab. Bei der anodischen Polarisation von Chromnickelstahl zeigt sich, dass der Stahl erst ab einem kritischen Wassergehalt von etwa 15 Vol. ‐% passivierbar ist. Durch eine weitere Erhöhung des Wassergehaltes nehmen die kritische passivierende Stromdichte sowie die Passivstromdichte sprunghaft ab. Das Passivierungspotential wird gleichzeitig zu negativeren Werten verschoben.