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Loch‐ und Spaltkorrosion von Chrom‐ und Chromnickelstählen in chloridhaltigen Lösungen
Author(s) -
Scheidegger R.,
Müller Reinhard O.
Publication year - 1980
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19800310509
Subject(s) - chemistry , physics , philosophy
In der Praxis entstehen bei rostfreien Stählen, die in chloridhaltigem Wasser eingesetzt werden, immer wieder Schäden durch Spaltkorrosion. Es wurden Korrosionsversuche in einem Spaltmodell mit dem Stahl AISI 304 L angestellt und die Zusammensetzung des Spaltelektrolyten bestimmt. Anhand potentiostatischer Langzeitversuche in Natriumchloridlösungen verschiedener Konzentration und Temperatur wurden in einer Spaltkorrosionszelle die kritischen Potentiale für Spaltkorrosion (U S ) folgender Stähle bestimmt: 22 CrMo V 121, X 22 CrNi 17 und AISI 304 L. Analog zu den kritischen Potentialen für Lochkorrosion (U L ) zeigte U S eine starke Abhängigkeit vom Chloridgehalt der Außenlösung. Bei hohen Konzentrationen lagen beide Potentiale nahe beisammen, bei tiefen Chloridkonzentrationen war U S tiefer als U L . Die Kenntnis der kritischen Potentiale erlaubt, bei bekanntem Ruhepotential U R eines Stahles in einem Elektrolyten bekannter Chloridkonzentration Rückschlüsse auf die Gefährdung durch Loch‐ und Spaltkorrosion zu ziehen. Die Methode eignet sich auch für andere passivierbare Metalle.