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Untersuchungen über Korrosionsvorgänge an Stahl nach einmaliger Chlorid‐Kontamination
Author(s) -
Carl H.,
Ebert S.,
Pilz H.,
Reese M
Publication year - 1980
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19800310403
Subject(s) - chemistry , polymer chemistry , gynecology , medicine
Die Untersuchung der Chlorid‐Adsorption und ‐Desorption an Stahlproben aus St37 (1.0120) und X 5 CrNi 189 (1.4301) ergab, daß der radiochemisch gefundene Chlorid‐Belag an den Stahloberflächen vom Material, seinem Oberflächenzustand und der Oberflächenverarbeitung abhängt. St 37 mit unbehandelter Oberfläche läßt sich von den untersuchten Proben am schlechtesten vom Chlorid reinigen. Bei St 37 mit geschliffener Oberfläche ergab sich eine wesentlich intensivere Reinigungswirkung. Bei austenitischem Stahl reichten zwei Wäschen in unbewegter Waschflüssigkeit, um den Chlorid‐Gehalt unter die Nachweisgrenze von 0,02 m̈g Cl − /cm 2 zu senken. Korrosionsversuche im Autoklaven bei 150° C bzw. 200° C an dem Stahl 1.4301 zeigten innerhalb der jeweiligen Versuchsdauer von 300 bis 400 h keine korrosionsmäßigen Unterschiede, unabhängig davon, ob die Proben chloridkontaminiert waren oder nicht. Bei Stählen, deren Oberflächengüte den untersuchten Proben des Stahls St 37 ähneln, sollte die Kontamination mit Chlorid vermieden werden, um Spätschäden sicher zu vermeiden. Bei Stählen, deren Oberflächenbeschaffenheit den Proben des Stahls 1.4301 entsprechen, läßt sich die Oberfläche relativ leicht reinigen. Um eine endgültige Aussage über die Gefährdung durch Spätschäden zu ermöglichen, muß das Ergebnis von Langzeitversuchen abgewartet werden. Nach dem Versuchsende wird hierüber eine kurze Mitteilung veröffentlicht werden.