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Untersuchung der Korrosion hochlegierter Stähle in praktisch wichtigen Halogenkohlenwasserstoffen mittels einer Radionuklidmethode
Author(s) -
Vehlow J.
Publication year - 1980
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19800310304
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry , polymer chemistry
Das Korrosionsverhalten der Stähle 1,4021, 1.4439, 1.4462 und 1.4571 wurde in 1.1.1.‐C 2 H 3 Cl 3 und C 2 HCl 3 untersucht. Diese Stähle erleiden in wasserfreien und wassergesättigten Halogenkohlenwasserstoffen keinen Korrosionsangriff. In zweiphasigen Systemen mit Wasser greift hydrolytisch gebildete HCl die Stähle an. Die in den Halogen‐Kohlenwasserstoffen enthaltenen hydrolysehemmenden Stabilisatoren haben fast keine korrosionsinhibierende Wirkung. In stabilisiertem 1.1.1‐C 2 H 3 Cl 3 beginnt der Korrosionsangriff nach längeren Inkubationszeiten (Verbrauch der Stabilisatoren). Bei teilweiser Entfernung der Stabilisatoren verkürzen sich die Inkubationszeiten. Die Stabilisatoren in C 2 HCl 3 sind stabiler als in 1.1.1‐C 2 H 3 Cl 3 , lassen sich aber besser entfernen. Nach Reinigung beginnt der Korrosionsangriff in der flüssigen und in der Gasphase sofort. UV‐Licht erhöht die Korrosivität der Zweiphasensysteme erheblich. Bei C 2 HCl 3 wird die Doppelbindung stark angegriffen, und es kommt zu schnellen Zersetzungsreaktionen mit hohen Korrosionsraten. Spannungsrißkorrosion konnte an den Stählen 1.4439 und 1,4571 in den beiden Halogen‐Kohlenwasserstoffen nicht nachgewiesen werden.