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Über das Korrosionsverhalten von Zink und feuerverzinktem Stahl in erwärmtem Wasser
Author(s) -
Kruse CarlLudwig
Publication year - 1976
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19760271202
Subject(s) - chemistry , philosophy , physics
Die Abtragung von Zink und feuerverzinktem Stahl in ständig fließendem Leitungswasser wird durch die Wassertemperatur nur wenig beeinflußt. Die bei höheren Temperaturen (etwa 60 °C) beobachtete leichte Verringerung der Korrosionsverluste ist durch die dann bevorzugte Bildung von Zinkoxid zu erklären, das weniger löslich ist als das bei Normaltemperatur entstehende Zinkhydroxid. Die Potentialveredelung mit steigender Temperatur ist stark von der Wasserzusammensetzung abhängig und kann u. U. schon bei 35 °C beginnen; in gewissen kritischen Potentialbereichen kann die gleichförmig abtragende Korrosion sogar in Lochkorrosion übergehen. Durch Phosphatzusatz wird entweder die Abtragung verringert, oder die Potentialveredelung wird eingeschränkt (in diesem Falle wird das Auftreten von Lochkorrosion unterbunden). Die Messung des Elektrodenpotentials (nicht die des Polarisationswiderstandes) ermöglicht daher eine Aussage über die Möglichkeit von Lochkorrosion. Die Beschaffenheit der Zinkoberfläche scheint vor allem dann wichtig zu sein, wenn die ZnFe‐Legierungsphasen bis an die Zn‐Oberfläche reichen.