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Ein dem Malachit ähnliches basisches Eisenkarbonat als Korrosionsprodukt von Stahl
Author(s) -
Erdös E.,
Altorfer H.
Publication year - 1976
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19760270504
Subject(s) - chemistry
Es wird ein bisher nicht bekanntes basisches Eisenkarbonat beschrieben, welches als Korrosions‐oder Ablagerungsprodukt auf dem Ventilkegel aus unlegiertem Stahl eines Heißwasserwechselventils (Temperatur ∽ 180°C) zusammen mit FeCO 3 und Fe 3 O 4 aufgefunden wurde. Nach der Analyse handelt es sich um Fe 1,8 2+ Fe 0,2 3+ (OH) 2,2 CO 3 oder um eine Verbindung der Formel Fe 2 (OH) 2 CO 3 mit et‐was amorphem Eisenoxydhydrat (FeOOH·nH 2 O). Die Elementarzelle der Verbindung, Fe 2 (OH) 2 CO 3 “ist orthorhombisch: a = 9,39 0 Å; b = 24,53 Å; c = 3,21 2 Å; Z = 8, Aspekt P* ab. Die gemessene Dichte: 3,59 g. cm −3 . Es wurde ein Infrarot‐Spektrum aufgenommen und die Banden zwischen 800 und 5000 cm −1 versuchsweise zugeordnet. Bei der Thermoanalyse in Sauerstoff findet eine stufenweise exotherme Zersetzung und Oxidation statt, wobei topotaktisch als Zwischenprodukt bei 197°C ein metastabiles Eisenoxycarbonat, Fe 2 O 2 CO 3 ”auftritt. Dessen Elementarzelle ist orthorhombisch: a = 9,23 Å;b = 12,18 Å; c = 5,94 Å.Es wurde ein IR‐Spektrum aufgenommen und die ∽ 360°C beginnt Zersetzung zu Hämabit. In Argon tritt oberhalb 300°C endotherme Zersetzung von Fe 2 (OH) 2 CO 3 unter Bildung von Magnetit auf. Zwischen, Fe 2 (OH) 2 CO 3 und Malachit Cu 2 (OH) 2 CO 3 besteht strukturelle Verwandtschaft ebenso zu Siderit (FeCO 3 ), wobei zumindest in letzterem Falle epitaxiale Beziehungen anzunehmen sind.

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