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Über den Reaktionsmechanismus und die Wirkungsweise von Komplex‐ und Chelatbildnern bei der Herstellung von Konversionsüberzügen aus Phosphaten und Oxalaten
Author(s) -
Machu W.
Publication year - 1973
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19730240504
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Komplex‐ und Chelatbildner sind als anodische Depolarisatoren der primären Beizreaktion in Phosphatierungs‐ und Oxalierungslösungen wirksam. Am Beispiel der Beschleunigerwirkung der Fluoride, die mit dem Eisen lösliche und schwach dissoziierte Eisenkryolithe bilden, wurde gezeigt, daß die Fluoride in Zinkphosphatlösungen beispielsweise eine Doppelfunktion ausöben. Sie lösen nicht nur das Eisen mindestens 10mal so schnell wie irgendeine andere Säure auf, sondern sie binden und maskieren die gebildeten Eisenionen in Form von Komplexverbindungen nach Art won Eisenkryolithen. Mit der im Phosphatierungsbad vorhandenen Phosphorsäure und den Phosphationen des Zinkphosphats bilden sich unter Regenerierung der freien Flußsaure Vivianit, Phosphophyllit und Hopeit, welche schwerlöslichen Orthophosphatverbindungen die Schicht bilden. Die Flußsaure wirkt somit ähnlich wie ein Katalysator. In gleicher Weise wirken andere Komplex‐ und Chelatbildner, wie z. B. Pyro‐ oder Polyphosphate. Ein gleichartiger Reaktionsmechanismus liegt bei Herstellung von Oxalatüterzügen in Gegenwart won aktivierend wirkenden Fluoriden vor. Das Optimum der Reaktionsverhältnisse für die Schichtbildung liegt bei gleichzeitiger kathodischer und anodischer Depolarisation unter Verwendung von Oxydationsmitteln sowie von Komplex‐ und Chelatbildnern als Beschleuniger, Kornverfeinerer und Aktivatoren vor.

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