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Das Oxydationsverhalten von Nickel‐Vanadium‐Legierungen in Luft
Author(s) -
Kramer K. H.,
Borgstedt H. U.
Publication year - 1970
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19700211007
Subject(s) - vanadium , nickel , chemistry , non blocking i/o , nuclear chemistry , materials science , metallurgy , inorganic chemistry , catalysis , biochemistry
Bei Oxydationsversuchen an reinem Nickel in Luft bei 1000 °C bildet sich eine einfache Oxidschicht aus NiO aus, dagegen entstehen bei der Oxydation von Nickel‐Vanadium‐Legierungen mehrere Schichten verschiedener Zusammensetzung. Die äußerste Schicht enthält hauptsächlich NiO und zu einem geringen Anteil das Nickelvanadat Ni(VO 3 ) 2 . Darunter folgt eine zweite Oxidschicht, die auf ihrer äußeren Seite stark mit Vanadium angereichert ist. Auf der dem Metall zugewandten Seite ist die zweite Schicht an beiden Metallen verarmt und porös. Darauf folgt eine innere Oxydationszone, die in kegelförmigen Inseln mit Anreicherungen von V 3 O 2 in die Matrix hinein ragt. Im Temperaturbereich von 800 bis 1200 °C liegen die Zunderkonstanten für die Reaktionen der Nickel‐Vanadium‐Legierungen etwa eine Größenordnung über der des unlegierten Nickels. Die Oxydationsreaktionen verlaufen nach parabolischen Zeitgesetzen für die Bildung der äußeren Schichten aus NiO beim Nickel und aus NiO und Ni(VO 3 ) 2 bei den Nickel‐Vanadium‐Legierungen. Das Wachstum der inneren Oxydationszonen erfolgt nach einem logarithmischen Zeitgesetz. Die Aktivierungsenergie der Oxydation in Luft für Nickel und die untersuchten Nickel‐Vanadium‐Legierungen liegt in der Größenordnung von 50 kcal/Mol.