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Die instationäre Korrosion des passiven Eisens in saurer Lösung
Author(s) -
Vetter K. J.,
Gorn F.
Publication year - 1970
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19700210904
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Korrosionsgeschwindigkeit des passiven Eisens, also die Auflösungsgeschwindigkeit der Passivschicht, wird in 1 n H 2 SO 4 unter Bedingungen untersucht, bei denen die Schicht aur‐ bzw. abgebaut wird (instationärer Zustand). Die Korrosionsgeschwindigkeit wird sowohl chemisch‐analytisch als auch coulometrisch aufgrund galvanostatischer Potentialmessungen ermittelt. Beide Methoden lie fern das gleiche Ergebnis. Die Stromdichte i K für die Korrosion steigt mit wachsender Stromdichte i S für den Schichtaufbau und sinkt andererseits um so mehr unter dem Wert i K,0 der stationären Korrosion, je größer die Schicht Abbaustromdichte (i K <0) ist. i K und i S sind unabhängig vom Elektrodenpotential der passiven Eisenelektrode, so wie es früher beim stationären Wert i K,0 festgestellt wurde. Diese Unabhängigkeit wird durch Halbleitereigenschaften des Passivoxids (γ‐Fe 2 O 3 ) erklärt. Zwischen i K und i S besteht ein eindeutiger Zusammenhang, der auch theoretisch über eine veränderliche Überspannung an der Phasengrenze Passivoxid/Elektrolyt erklärt werden kann. Die Kinetik der Korrosion und der Schichtbildung wird unter Zuhilfenahme der pi H der stationären Korrosion aus den Werten der scheinbaren Durchtrittsfaktoren ermittelt.