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Korrosionsschutz durch Bleimennige‐Grundanstriche
Author(s) -
Rössel Th.
Publication year - 1969
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19690201003
Subject(s) - gynecology , philosophy , humanities , medicine
Die Wirkungsweise von Bleimennige, dem ältesten bekannten Korrosionsschutzpigment, beruht auf einer Passivierung, an der die zunächst entstehenden Korrosionsprodukte des Eisens ebenso beteiligt sind wie die Reaktionsprodukte der Bleimennige. Hierbei ist von besonderem Vorteil, daß die beiden Reaktionen gekoppelt sind, d. h. daß die Deckschichtbildung erst dann einsetzt, wenn — meist infolge der Ausbildung von Potential‐differenzen — die Korrosion des Eisens begonnen hat. Ebenso ist von Bedeutung, daß Bleimennige keine Lokalelementbildung zuläßt und daß sie neutralisierend wirkt, wodurch die physikalischen Eigenschaften des Anstrichfilms verbessert werden. Das Bindemittel spielt hierbei eine verhältnismäßig geringe Rolle, d. h. daß praktisch alle Bindemittel geeignet sind: Leinöl, Chlorkautschuk, Cyclokautschuk, Epoxyharze, Urethanharze.