Premium
Die Bestimmung der Reaktionsarbeit von Korrosionsreaktionen in wäßrigen Medien
Author(s) -
Schindler Paul W.
Publication year - 1968
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19680190906
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry
Die Reaktionsarbeit ergibt sich als Summe von Teilberträgen, deren wichtigste aus der Löslichkeitskonstanten des festen Korrosionsproduktes und dem Normalpotential des jeweiligen Metalls berechnet werden können. Da diese beiden Größen die Lage heterogener Ionengleichgewichte beschreiben, werden die Methoden für derartige Gleichgewichtsuntersuchungen dargestellt. Je nachdem, ob man reines Wasser (bzw. „unendlich” verdünne wäßrige Lösungen) oder Inertsalzlösungen konstanter Ionenstärke als Standardzustand wählt, erhält man thermodynamische oder stöchiometrische Gleichgewichtskonstante; bei den letzten können statt der aktivitäten die Konzentrationen eingesetzt werden. Anhand des Beispiels Zn/H 2 O‐CO 2 werden die möglichen Korrosionsprodukte und Versuchsmethodik erlätert. Die verwendeten Methoden ermöglichen die annähernd exakte Bestimmung von Löslichketiskonstanten und Bildungsarbeiten einfacher stöchiometrischer Korrosionsprodukte bei Raumtemperatur, nicht jedoch bei höherer Temperatur und falls die Korrosionsprodukute als feste Lösungen anfallen.