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Anwendungstechnische Erkenntnisse über die Chemikaliendosierung zur Korrosionsverhütung im Wasserversorgungsnetz
Author(s) -
Herfeldt Heinz
Publication year - 1968
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19680190403
Subject(s) - physics , gynecology , medicine
Die bisherige Dosiertechnik für unter Druck Dosiergeräte strebt eine gleichmäßige Zugabe von Aufbereitungsmittel an und wird vom Hauptstrom gesteuert. Auch Dosierpumpen arbeiten proportional zum durchfließenden Wasser. Wenn nun trotz Einsatz geeigneter Schutzschichtbildner im Wasserfach der gewünschte Erfolg ausbleibt, so liegt dies oft an physikalischen Gesetzmäßigkeiten oder die Gründe des Mißerfolges liegen apparatetechnischem Gebiet. In jeder Versorgungsleitung herrschen schwankende Strömungsverhältnisse. Besonders in Endsträngen stagniert das Wasser bzw. vermindert sich die Durchflußgeschwindigkeit durch nächtliches Absinken des Wasserverbrauches. Schwerlösliche, glasartige Chemikalien‐Schmelzen auf Silico‐Phosphatbasis stehen ebenso wie der Korrosionsvorgang in Beziehung zur Zeit und zur Durchflußgeschwindigkeit. Die umgekehrte Proportionalität der durch einfach Filterung erzielten Dosiertechnik eignet sich demnach bestens für die Aufbereitung von Kalt und Warmwasser bei kleinen Versorgungseinrichtungen. Der erfolgreiche Einsatz schwerlöslicher‐ Schutzschichtbildner, der durch zahlreiche Laborversuche erhärtet worden ist, erklärt sich aus der Darstellung, daß die Dosierung bei langsamfließendem Wasser dem verstärktem Angriffsvermögen angepaßt ist und so ein wirksamer Korrosionsschutz ohne jegliche Halb‐ und Vollautomatik mittels „Impf‐Schleusen” für Schmelzprodukte erreicht werden kann.