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Veränderungen von Kunststoffen unter dem Einfluß der Umgebung
Author(s) -
v. Meysenbug C. M.
Publication year - 1967
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19670180506
Subject(s) - physics , chemistry , philosophy
Mebr als metallische Werkstoffe erfahren Kunststoffe unter äußeren Einflüssen Veränderungen, die sich auf die Gebrauchseigenschaften auswirken können. Vorwiegend sind es Eigenschaftsminde‐rungen, die durch die verschiedenartigsten äußeren einwirkungen eintreten. Da diese Veränderungen meist im laufe einer längeren Zeitspanne auftreten, list man geneigt, sie als Alterungserscheinungen zusammenzufassen. Ein Teil der Veränderungen, zumindest solche, bei denen von außen her chemische Reaktionen ausgelöst werden, entsprechen jedoch weitgehend den Korrosionserscheinungen bei Metallen. Als Grundlage für eine angestrebte Vereinheitlichung der Begriffe, die möglichst alle Werkstoffgruppen berücksichtigt, zugleich aber auch, um die von seiten der Umgebungseinflüsse gesetzten Grenzen der Kunststoffanwendung aufzuzeigen, wird ein Überblick über die verschiedenen Einwirkungen und die dadurch ausgelösten Eigenschaftsänderungen gegeben. Das bisher meist angewandte Einteilungsschema unterscheidet zwischen physikalischen, chemischen und biologischen Einwirkungen. Im einzelnen wären dabei zu den physikalischen Einwirkungen zu rechnen der Einfluß von Wärme, von Lichtstrablung und energiereicher Strablung, der rein mechanischeische Einfluß von Wauml;rme, von Lichtstarahlung und energierereicher Strahlung, der rein mechanische Einfluß von Gasen und flüssigkeiten, die in den kunststoff eindiffundieren, und schließlich mechanische Spannungen, die vielfach mit anderen Einflüssen zusammen auftreten. Für die chemischen Einwirkungen scheint eine Aufgliederung in Oxydationseinflüsse, Hydrolyseerscheinungen und reduktive Abbauerscheinungen sinnvoll. Die biologischen Einwirkungen beschränken sich nach neuesten Erkenntnissen auf chemischen Angriff durch Ausscheidungen von Mikroben und nicht durch die Mikro‐organismen selbst. Die ausgelösten Veränderungen werden für die einzelnen Einwirkungen bzw. für das kombinierte Auftreten solcher Einwirkungen im Hinblick auf die Anwendung des Kunststoffes in der Praxis behandelt. Soweit möglich, werden Beispiele von praktischen Schadensfällen angeführt.