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Dauerschwing‐ und Dauerstandversuche an Blei in Schwefelsäure
Author(s) -
Hofmann W.,
Wehr P.,
Engell H.J.
Publication year - 1966
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19660170402
Subject(s) - chemistry
Die hohe Korrosionsbeständigkeit von Blei in Schwefelsäure beruht auf der Bildung einer dichten, nahezu unlöslichen Deckschicht aus Bleisulfat. Um jedoch einen dauerhaften Korrosionsschutz zu erzielen, muß geprüft werden, wie weit diese Schicht die aus einer Schwingungs ‐ oder Kriechbeanspruchung resultierenden Verformungen unbeschadet zu ertragen vermag. In Ermüdungsversuchen unter Schwefelsäure zeigte sich, daß die Passivschicht aus Bleisulfat bei höheren Schwingungsamplituden unter gleichzeitigem Ansteigen des Korrosionsverlustes zerstört wird. Von den geprüften Feinbleisorten verhielt sich Kupferfeinblei mit 0,05 % Cu am günstigsten. Nickelfeinblei mit 0,025 % Ni zeigte sehr niedrige Dauerfestigkeitswerte und eine ausgeprägte Tendenz zur interkristallinen Korrosion. Von der Verwendung des reinen Bleis wird wegen seines ausgeprägten Instabilitätsverhaltens während der Passivierung abgeraten. Hartblei mit 0,4% so verhielt sich hingegen ausgesprochen günstig und wies bis zu einer Säurekonzentrationvon 80% und einer Temperatur von 53° C die höchsten Dauerschwingfestigkeitswerte auf. Bei den Kriechversuchen unter Schwefelsäure hat sich gezeigt, daß die Passivschicht bei stetiger Kriechverformung bis zu 0,4% Tag nicht beschädigt wird und ihre Korrosionsschutzwirkung beibehält. Die Anwendung eines von Stern und Mitarbeitern angegebenen elektrischen Meßverfahrens, um den Gewichtsverlust von Blei in Schwefelsäure zu bestimmen, erwies sich als gut geeignet.