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Richtlinien für Werkstoffauswahl und Korrosionsschutz in der chemischen Industrie
Author(s) -
Kölbel H.,
Schulze J.
Publication year - 1966
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19660170206
Subject(s) - physics , gynecology , humanities , philosophy , medicine
In der chemischen Technik werden die technischen Anforderungen an die Werkstoffe und Maßnahmen zum Korrosionsschutz differenzierter, während andererseits die Fortschritte auf dem Werkstoffgebiet aber auch immer mehr alternative brauchbare Lösungen zur Bewältigung dieser Aufgaben verfügbar machen. Der schwieriger gewordene Auswahlprozeß muß zu einer wirtschaftlich optimalen Gesamtlösung führen, soll jedoch im Rahmen der Projektierung neuer Anlagen sowie beim laufenden Korrosionsschutz vorhandener Anlagen selbst nicht zu aufwendig werden. Es werden mehrere Verfahrensschritte der Werkstoffauswahl unterschieden und kurz umrissen (Festlegung der Anforderungen, Auswahlmethoden vor dem Experiment, Laborversuche, Verwendung technischer Versuchsanlagen und Betriebsversuche, Festlegung der Lösungen). Um die Wirtschaftlichkeitsrechnungen zur Abklärung der günstigsten technischen Lösung durchführen zu können, sind zahlreiche technische Daten (z. B. Korrosionsgeschwindigkeit unter verschiedenen Angriffsbedingungen) sowie wirtschaftliche Daten (vor allem werkstoffseitig beeinflußte Anschaffungs‐ und Betriebskosten) zu ermitteln. Auf die hierfür geeigneten Berechnungs‐ und Schätzungsmethoden wird ausführlich eingegangen. Um die Korrosionskosten zu senken, müssen bestimmte „Korrosionsschutzkosten” aufgewandt werden. Dieser Zusammenhang wird am Phänomen der Kostensubstitution veranschaulicht. Schließlich werden die praktisch brauchbaren Bewertungsverfahren zur Entscheidung über das Optimum nochmals übersichtlich zusammengefaßt.