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Thermogravimetrische Untersuchungen von sulfathaltigen Stoffen bei der feuerseitigen Hochtemperaturkorrosion in kohlebeheizten Kesseln
Author(s) -
Tittle K.,
Reinbold B. G.
Publication year - 1966
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19660170203
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Verf. bestimmten die thermische Zersetzungskurve für eine Reihe von einfachen und komplexen Sulfaten, um eine Erklärung für die unterschiedliche Aggressivität bei höheren Temperaturen zu finden. Danach sind Natrium‐, Kalium‐und Calciumsulfat unterhalb 1200°C beständig. Magnesiumsulfat zersetzt sich langsam ab 900°C und ist bei 1500°C vollständig zerfallen. Natriumpyrosulfat scheint bei 475° ein stabiles Zwischenprodukt nichtstöchiometrischer Zusammensetzung zu bilden. Aluminiumsulfat zersetzt sich ab 600°C und ist bei 880°C vollkommen zerfallen. Natriumaluminiumsulfat ist bei 825°C, das entsprechende Kaliumsalz bei 875°C vollständig zerfallen. Eisen‐III‐sulfat ist schon bei 705°C vollständig zersetzt. Natrium‐Eisen‐III‐sulfat ist nur wenig beständiger als das reine Eisensulfat, doch wird im Endstadium das SO 3 nur sehr langsam abgegeben. Die Zersetzungskurve von Kalium‐Eisen‐III‐sulfat läßt bei höheren Temperaturen einige stabile Zwischenphasen vermuten. Da im Falle von Ablagerungen in Dampfkesseln immer mit starker Verdünnung zu rechnen ist, wurden die obigen Salze auch mit Zusätzen von Eisenoxyd, Calcium‐ und Magnesiumsulfat untersucht. Durch diese Zusätze wurde die Zersetzungstemperatur der Salze durchweg um 40 bis 60°C gesenkt, was eine Erklärung für die feuerseitige Korrosion bieten kann.