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Über den Einfluß von Wasserdampf und Kohlendioxyd auf die Oxydation von Eisen und Eisenlegierungen bei hohen Temperaturen
Author(s) -
Rahmel A.
Publication year - 1965
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19650161002
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Bei der Oxydation von Eisen in reinem Sauerstoff beeinflussen sowohl die Form der Proben als auch das ursprüngliche Profil der Metalloberfläche die Oxydationsgeschwindigkeit, da diese beiden Faktoren Einfluß auf den Fließvorgang der Oxydschicht haben. Erfolgt die Oxydation jedoch in O 2 ‐H 2 O‐ oder O 2 ‐CO 2 ‐ Gemischen, so verschwindet dieser Einfluß weitgehend. Wie frühere Untersuchungen gezeigt haben, bildet sich bei Anwesenheit von Wasserdampf oder Kohlendioxyd in der Oxydationsatmosphäre in den Spalten an der Grenze Metall/Oxyd offenbar ein H 2 ‐H 2 O‐ bzw. CO‐CO 2 ‐Gemisch, das Sauerstoff von der Oxydschicht zum Metall transportiert und so den Bau von Oxydbrücken vom Metall zum Oxyd ermöglicht. Dadurch wird der Kontakt zwischen Metall und Oxyd auch ohne Fließen der Oxydschicht aufrechterhalten. Bei Eisenlegierungen mit unedlen Legierungselementen reichern sich die durch innere Oxydation gebildeten Oxyde des Legierungselements an der Grenze Metall/Oxyd an und stören gleichfalls den innigen Kontakt zwischen dem Metall und den äußeren Eisenoxydschichten. Auch hier wirken Wasserdampf und Kohlendioxyde stark beschleunigend auf die Oxydation. Ähnlich beschleunigend kann der Kohlenstoff der Stähle wirken wenn er durch Reaktion mit dem Zunder zu Kohlenoxyd oxydiert wird. Ungeklärt bleibt, auf welche Weise Wasserdampf geltenden Oxydschichten durchdringen.