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Titan als Werkstoff für den chemischen Apparatebau
Author(s) -
van Kann H.,
Pollanz A.
Publication year - 1960
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19600110802
Subject(s) - humanities , art , physics , gynecology , chemistry , medicine
Aufgrund der guten Eigenschaften von Titan hat es die ersten Stufen seiner Entwicklung sehr schnell durchlaufen und hat inzwischen eine beträchtliche Produktionshöhe erreicht. Bei dem geringen spezifischen Gewicht von nur etwas mehr als der Hälfte von Stahl weist es Festigkeiten auf, die denen der Edelstähle entsprechen. Während diese Eigenschaften vornehmlich für den Flugzeugbau interessant sind, führt die hohe Korrosionsbeständigkeit des Titans zu der stetig wachsenden Verwendung dieses Metalls im Bereich des chemischen Apparatebaues. Hier wird es in erster Linie eingesetzt in den Fällen, bei denen mit den herkömmlichen Werkstoffen die vorliegenden Korrosionsprobleme nicht oder nur unbefriedigend gelöst werden können. Vielfach handelt es sich dabei um Medien, bei denen ein Angriff von Chlorionen eintritt. Dieser verursacht bei beispielsweise rostfreiem Stahl den bekannten Lochfraß, während Titan in solchen Medien im allgemeinen als absolut beständig angesehen werden darf. Anhand etlicher Bilder von Titanteilen auch in großen Abmessungen wird gezeigt, in welchen Größenordnungen dieses neue Metall heute bereits angewendet und verarbeitet wird. Nachdem die besten Verarbeitungsbedingungen für Titan erarbeitet wurden und die hierzu erforderlichen Vorrichtungen etc. vorhanden sind, bereitet die Fertigung von Titanteilen und Titanauskleidungen im allgemeinen keine großen Schwierigkeiten mehr. Vor allem erfordert das Schweißen große Erfahrungen und Sorgfalt, um zu verhindern, daß während des Schweißens Sauerstoff zum Schweißbad gelangt, durch die das Material versprödet wird. Eine Reihe von Hinweisen konstruktiver Art, die bei der Verwendung von Titan besonders berücksichtigt werden müssen, sind besonders für den Konstrukteur wertvoll. Schließlich wird anhand einiger Beispiele gezeigt, daß das Titan trotz seines gegenüber den herkömmlichen Werkstoffen höheren Preises vielfach die wirtschaftlichste Lösung eines Problems ermöglicht, zumal die Preise des Titans selbst mit steigender Verwendung bereits erheblich ermäßigt werden konnten.

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