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Elektrochemische Untersuchungen zum Mechanismus der Inhibition mit organischen Stoffen
Author(s) -
Fischer Hellmuth
Publication year - 1958
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19580091206
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Aus Veränderungen der stationären Stromspannungskurven (SSK) der kathodischen Wasserstoffabscheidung aus HCl‐Lösungen an Eisenkathoden lassen sich in Gegenwart organischer Inhibitoren wesentliche Aussagen über den Mechanismus der kathodischen und — in Verbindung mit dem gemessenen Ruhepotential — auch der anodischen Inhibition machen. Man betrachtet dabei drei kennzeichnende Abschnitte der SSK. Der organische Inhibitor kann diese Teilabschnitte sowie das Ruhepotential typisch verschieben: 1. Den ohne Inhibitor flachen Anfangsbereich der SSK im Sinne einer Verkürzung. Dabei fällt das Ruhepotential zugleich positiver aus. Beides beruht auf der anodischen Wirksamkeit des — chemisorbierten — Inhibitors; 2. den Tafelbereich nach negativen Galvanispannungen; teils ohne, teils mit vergrößerter Neigung der SSK, infolge erhöhter Durchtrittspolarisation (z. T. in Verbindung mit zunehmender Konzentrationspolarisation); 3. die gemessene „scheinbare” Grenzstromdichte nach geringen Werten; teils infolge Bedeckung der Kathodenoberfläche oder aber außerdem infolge Veränderung der chemischen Zusammensetzung des Diffusionsfilms (sekundäre Reaktion des Inhibitors, verbunden mit p H ‐Erhöhung, Viskositätssteigerung oder Bildung schwerlöslicher „Barrieren”). Es wird die Wirkung von Inhibitoren verschiedener Konstitutionen erörtert.