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Probleme der Abnahme und Betriebsüberwachung chemischer Apparate hinsichtlich der Werkstoffseite
Author(s) -
Richard Kurt
Publication year - 1951
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19510021206
Subject(s) - philosophy , gynecology , physics , art , medicine
Das Bestreben, die Haltbarkeit und Betriebssicherheit der Fabrikationseinrichtungen in der chemischen Industrie zu steigern, setzt die Lösung einer Reihe von Problemen werkstofflicher Natur voraus, wofür einige kennzeichnende Beispiele angeführt werden. Bei gußeisernen, emaillierten Druckgefäßen können die Dehngrenzen des Gußeisens durch mehrfache Glühbehandlung so weit absinken, daß die Betriebsbeanspruchung eine erhöhte Verformung des Gefäßes bewirkt und hierbei zu einer Überschreitung der zeitabhängigen Festigkeitsgrenze und zum Rissigwerden des Emailüberzuges führt. Der Festigkeitsabfall des Gußeisens muß daher bei der Bemessung der Gefäße berücksichtigt werden. Für säurefeste Chrom‐Nickel‐Stähle wird eine Schnellprüfmethode besprochen, die eine Einzelstückprüfung ermöglicht, womit die Auffindung von Werkstoffverwechselungen wesentlich erleichtert wird. Zugleich wird die Frage der langwierigen Prüfung der Kornzerfallbeständigkeit erörtert, die dringend einer Vereinheitlichung bedarf. Bei der Betriebsüberwachung sind gefahrenursachen zu beachten, die bei chemischer, chemisch‐mechanischer und thermisch‐mechanischer Beanspruchung auftreten, wobei vor allem solche Schäden zu suchen sind, die zunächst verborgen bleiben. Als Beispiele werden die bei warmfesten Stählen nach langen Betriebszeiten beobachteten Erscheinungen wic Kerbempfindlichkeit, Absinken der Festigkeits‐ und Dehngrenzen, Schädigung, Versprödung, Graphitausscheidung und Erweichung besprochen und Folgerungen fü die Betriebsüberwachung gezogen.