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Vom Rostschutz. (Aus der Praxis der technischen Anstriche)
Author(s) -
Gerhardt Otto
Publication year - 1951
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19510021203
Subject(s) - humanities , political science , chemistry , philosophy , art , polymer chemistry
Der enorme Nachholbedarf an Rostschutzanstirichen ab 1945 wird anscheinend nur zögernd gedeckt. Noch immer trifft man total verrostete Konstruktionen an, bei welchen der obnehin beträchtliche Zeitaufwand für die unvermeidliche Entrostung mindestens an die Grenze des Tragbaren reicht. Bekanntlich ist das Angebot an Strichmitteln übergroß – indes haben sich hier einmal die altbewährten Stoffe, d. s. Minium und Bleiweiß‐basierte Leinöl — Farben, (evtl. mit Holzöl noch verbessert) gehalten, und von den neuen Stoffen können auf der Pigmentseite praktisch nur Zink‐ bzw. kombinierte (Kalium‐Barium) Chromate als Zuwachs gerechnet werden. Bei den Bindemitteln erscheinen durch Einbau von CrO 3 in das Molekül veränderte trpclmemde Öle (vor allem Leinöl), durch Dehydratisierung der Holzölfettsäure strukturell angenäherte Ricinusölfirnisse, endlich durch Styrol u. a. m. im Molekül geänderte Leinöl‐ u. dergl. Fettsäurederivate als wertvolle Neuer ungen. Ganz neue Wege beschritten die Erfinder in U.S.A. durch Entwicklung der Silicone, d.s. Abkömmlinge der Silane usw., mit Kohlenstoffsubstituenten im Molekül, die gleichsam die Unangreifbarkeit und Temperaturfestigkeit der Gläser (Silizium!) mit der Streichbarkeit und Geschmeidigkeit der Kohlenstoffderivate verbinden; die Vollendung in dieser Richtung scheinen die ebenfalls in U.S.A. entwickelten hoch fluorierten Olefine, naturgemäß weitgehend polymer gehalten, darzustellen, welche als Fluorothene dort auf dem Markte sind.

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