Premium
Korrosion durch Hüttenrauch
Author(s) -
Gerhardt Otto
Publication year - 1951
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19510021105
Subject(s) - physics , philosophy , materials science , art
In der Dachkonstruktion der Schmelzhalle einer Kupferhütte, in der vorzüglich Messingschrott in Konverteröfen auf Stein verblasen wird, sammelt sich ein Teil des Hüttenrauches, d. s. vorwiegend Zinkoxyd, etwas Blei‐ und Zinnoxyde o. dgl., im Gestänge der Binder usw. — Die Verschmutist wohl groß, indes tritt die Korrosion, letztere durch die mitentwickelten Anteile an Schwefeldioxyd und ev. Kohlensäure besonders begünstigt, in geringerem Maße als erwartet, auf, denn der Überschuß an feinkörnigem Oxydstaub hält zum Teil die Oberfläche der Eisen‐konstruktion neutral bzw. schwach alkalisch, sum Teil schützt er das Eisen vordem Eindringen der schwefligsauren Gase. — Nur dort, wo infolge Feuchtigkeitszutritt der Hüttenrauch pastig und durch Bildung von Sulfiten oder auch Sulfaten korrosiv wird, kommt es zum Angriff und die so entstehenden Gebilde stellen, oft an Sandstein o. dgl. erinnernde Konglomerate dar; eigentliche Rostbildung tritt nur wenig, vorwiegend an Stellen auf, von welchen das Zinkoxyd des Hüttenrauches weg bewegt wurde. —