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Stahllegierungen für die Tafel‐ und Formglasherstellung. (Vortrag, gehalten auf der Dechema‐Informationstagung 1951)
Author(s) -
Dammer August
Publication year - 1951
Publication title -
materials and corrosion
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.487
H-Index - 55
eISSN - 1521-4176
pISSN - 0947-5117
DOI - 10.1002/maco.19510021102
Subject(s) - physics , humanities , art
Die ständige Berührung der zähflüssigen Glasmasse mit den Formwerkzeugen, und zwar den Biege‐ und Transportwalzen bei der Tafelgas‐,den Matrizenteilen bei der Formglasherstellung,erfordert den Einsatz legierter Werkstoffe bei der Fertigung hochwertiger Glassorten. Maßgebend für die Auswahl der Werkstoffe sind die Temperaturbeanspruchung und der Korrosionsangriff durch die Ofengase und den aus der Glasmasse diffundierenden alkalischen Bestandteilen. Nur bei Matt‐ bzw. Ornamentglas können unlegierte Werkstoffe Anwendung finden. Im In‐ und Ausland sind deshalb in der Glasindustrie überwiegend austenitische Cr‐Ni‐Stähle mit 20—65% Ni gebräuchlich. Cr‐Si‐ und Cr‐Si‐Al‐Stähle mit Höherer Zunder‐ und Oxydationsbeständigkeit gegenüber Cr‐Ni‐Stählen werden kaum verwendet. Überprüfungen betrieblicher und versuchsmäßiger Art lassen aber den Einsatz Ni‐armer bzw. Ni‐freier Stähle durchaus möglich erscheinen. Voraussetzung sind große Wärmebeständigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Unempfindlichkeit gegen Temperaturwechsel sowie einheitliche und feinkörnige Gefügebeschaftfenheit, da jede Ungleichheit des Gefüges sich als Fehler auf der Glasoberfläche abzeichnet. Von diesen Gesichtspunkt aus werden der Einfluß der Grundlegierungen sowie des Gefüges eingehend erörtert und Vorschläge für die Werktoffauswahl gegeben.