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Zur relativen Bedeutung von Massenfluß und Diffusion beim Nitrattransport zur Wurzel
Author(s) -
Kage Henning
Publication year - 1997
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19971600209
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
Mit Hilfe von Daten publizierter Feldversuche mit Ackerbohnen und Hafer wurde versucht, den Anteil des Massenflusses beim Nitrattransport zur Wurzel zu quantifizieren. Hierbei wurden zwei verschiedene Ansätze benutzt. Zum einen wurde der sogenannte scheinbare Massenfluß, zum anderen die Steigerung des Nitrattransportes zur Wurzel durch den Massenfluß berechnet. Letzteres erfolgte mit Hilfe eines mathematischen Modelles für den Nährstofftransport. Verglichen wurde der Transport durch Massenfluß und Diffusion mit einer hypothetischen Situation, in der nur Transport durch Diffusion angenommen wurde. Die Kalkulation des scheinbaren Massenflusses ergab für die Jahre 1982 und 1983 bei Ackerbohnen 88 bzw. 43 kg N‐ha −1 Transport durch Massenfluß, was 27 bzw. 16% der N‐Aufnahme des Sprosses entsprach. Für Hafer ergaben sich 38 bzw. 23 kg N‐ha −1 Transport durch Massenfluß in den Jahren 1982 und 1983. Dies entspricht 30 bzw. 16% der insgesamt vom Sproß aufgenommenen N‐Menge. In der Modellrechnung wurde gezeigt, daß bei starker Absenkung der Nitratkonzentration an der Wurzeloberfläche, wie sie für Ackerbohnen in der Schicht 40–60 cm unter GOF berechnet wurde, der scheinbare Massenfluß den tatsächlichen Beitrag des Massenflusses beim Nitrattransport um den Faktor 2,7 überschätzt. Unter den gegebenen Bedingungen war die Diffusion der weitaus bedeutendere Prozeß beim Nitrattransport zu den Wurzeln. Die Steigerung des maximalen Nitrattransportes zur Wurzel durch Massenfluß ist wesentlich geringer als der scheinbare Massenfluß.

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